aix-haus.de Architektur und Umweltplanung in Aachen

Recycling


Umweltpolitik im 21. Jahrhundert bedeutet im Sinne der AGENDA 21 die Umsetzung des Prinzips der Nachhaltigkeit in allen Sektoren des Wirtschaftens, bedeutet die Sicherung von Umwelt und Rohstoffen, von natürlichen Lebensgrundlagen und wirtschaftlichem Erfolg. Bezogen auf Architektur und Bauwirtschaft bedeutet das Prinzip der Nachhaltigkeit über die seit Jahrzehnten bekannten Formen des ökologischen Bauens hinaus die Betrachtung der Bau- und Planungsprozesse unter ganzheitlichen und vor allem zukunftsfähigen Gesichtspunkten. Neben sozialen und ökologischen Gesichtspunkten spielt hierbei der Ressourcenaspekt und der Erhalt der Wertschöpfungskette eine besondere Rolle. Der Verbrauch von Energie, Flächen und Rohstoffen ist durch die Entwicklung eines Stoffstrommanagements, welches sich über alle Lebensphasen der Gebäude erstreckt, zu minimieren. Der Bereich Bauen und Wohnen gehört bei ganzheitlicher Betrachtungsweise zu den wichtigsten Handlungsfeldern nachhaltigen Wirtschaftens, denn auf kaum einem anderen Sektor wirtschaftlichen Handelns wird soviel Energie, Fläche und Material verbraucht.

Es kommt also in Zukunft darauf an, diesen Verbrauch zu minimieren und zu begrenzen, wobei die Wiederverwendung bzw. das Recycling von Flächen und Material eine immer bedeutendere Rolle spielen muss. Die Lebensdauer der am Bau eingesetzten Materialien muss durch Wiederverwendung und Wiederverwertung erhöht werden. Gleichzeitig muss in allen Phasen der Planung, Herstellung, Nutzung und Entsorgung von Baustoffen und Bauteilen das vorgenannte Prinzip Eingang finden.

Auch die zu erwartende Umsetzung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes am Bau wird in absehbarer Zeit erhöhte Anforderungen an das betriebliche Stoffstrommanagement, den selektiven Rückbau und die Produktverantwortung in der Bauwirtschaft stellen.

Wertvolle Rohstoffe und Bauelemente dürfen dabei allerdings nicht einfach zu minderwertigeren Materialien recycelt werden (down-cycling).

Ziel ist eine Wiederverwendung auf der selben Wertstufe. Ein Ziegelstein soll auch zukünftig ein Ziegelstein sein. Dies gilt aber auch für viele andere Bauteile und Elemente, wie z.B. Fenster, Türen, Metallelemente, Dachpfannen, Holzbauteile, Dielen, Parkett, Treppenanlagen, Heizkörper usw...

Neben veränderten Prozessen auf betrieblicher Ebene (Konstruktion, Produktion) gehört dazu vor allem auch die Schaffung von geeigneten Marktstrukturen, sowohl für die Angebots- als auch für die Nachfrageseite, in Form von Bauteilbörsen und Bauelementelagern.

Ein weiterer, gerade für den planenden Architekten, interessanter Aspekt dieses Themas ist die Berücksichtigung von gebrauchten Baustoffen und Bauelementen schon bei der Planung einer Inneneinrichtung oder eines ganzen Gebäudes. Dies ist in der Denkmalpflege (historische Baustoffe) oder bei der Planung eines gewissen Ambientes in der Gastronomie oder von Edelboutiquen schon lange gang und gebe.

Mein Ziel ist es hier, das Prinzip der Wiederverwendung von Bauelementen auch in die normale Alltagsarchitektur einzuführen.
Bauelementelager Aachen
Bauen Second Hand
Rekonstruktion / Denkmalpflege